Der Eisverkäufer und der Schlittschuhläufer – Pressestimmen

Eis wirkt Wunder
Zwei Schauspieler sind in Hochform.

HALLE/MZ/KPA – Ein drehbares Häuschen, ein Kaninchenkäfig und zwei Männer – mehr braucht Tom Wolter nicht, um das Stück „Der Eisverkäufer und der Schlittschuhläufer“ von Juliane Blech auf die Bühne im weihnachtlich geschmückten Objekt zu bringen. Das Märchen für Kinder aller Altersklassen ist der Auftakt für weitere Inszenierungen, mit denen Peter Brock wieder mehr Theaterflair in das Objekt 5 bringen will. Dass weniger oft mehr ist, beweisen in dem aktuellen Stück Wolter als Eisverkäufer und sein schwergewichtiger Spielpartner Ralf Bockholdt, die in dem turbulenten Wintermärchen um Sause-Eis und einen Eislauf-Weltrekord zu schauspielerischer Hochform auflaufen. Die sparsam dekorierte Bühne lässt viel Raum für die Phantasie der Kinder, die sich mal Geparden im Zoo, mal einen zugefrorenen See in der Nacht und später eine Eisschnelllaufbahn vorstellen müssen, um dem Geschehen zu folgen. Beide Akteure nehmen sich gegenseitig nichts im Grimassenschneiden und Gestikulieren, wenn es darum geht, die Kinder zu begeistern. Während der vor allem für seine Quirligkeit bekannte Wolter als Eisverkäufer mit enormer Beweglichkeit quasi Kopfstände macht, um ein Wunder-Eis für den eher trägen Schlittschuhläufer zu kreieren, glänzt Bockholdt mit erstaunlicher Wandlungsfähigkeit sogar in zwei weiblichen Rollen. Ihm nimmt man trotz seiner Leibesfülle gern die „Frau Zoodirektorin“ und eine junge, dynamische Radio-Sportreporterin ab. Des Eisverkäufers Sause- Eis indes wirkt Wunder – das schlussendlich auch die kleinen Zuschauer aus dem Kindergarten St. Ulrich eifrig beklatschen.” MZ nach der Premiere am 27.11.2011