Wagner für Anfänger – Pressestimmen

“Tom Wolter bringt sich so weit selbst ein, dass nur noch die Hälfte von Nestroys ursprünglicher Parodie übrig bleibt. Wolter spielt alle Charaktere und füllt die leere Bühne aus. Dabei sind nicht nur die Worte, sondern auch die Art und Weise der Darstellung lustig. Wolters “Gesamtkunstwerk” ist eine gelungene Parodie – auch für Wagneranfänger.” Leonhard Görig von mephisto 97.6 am 21.08.2013
Zum Hören:


MZ vom 10.09.2013

MZ vom 10.09.2013


STADTGESPRÄCH

Wolter wollte Wagner wagen

AUFGESCHNAPPT VON KATJA PAUSCH

H ändel 2011 in Halle, Schütz Anfang Mai in Weißenfels, und nun Herr Wagner in Leipzig – “die Komponisten greifen nach uns”, meint Schauspieler Tom Wolter . Kein Wunder: Heute auf den Tag genau vor 200 Jahren erblickte er in Leipzig das Licht der Welt: Richard Wagner . Grund genug für einen Schauspieler wie Wolter, einmal im Leben in eine Rolle des großen Komponisten zu schlüpfen, um “Wagner für Anfänger” verständlich zu machen. Doch was heißt eine Rolle? Gemeinsam mit der Kammerakademie Halle unter Leitung von Jens Bärmann am Klavier, Corinna Merkel an der Violine und Cellist Christian Hunger spielt Tom Wolter nicht eine, sondern alle, genauer neun Rollen der Opernparodie “Tannhäuser oder die Prügelei auf der Wartburg” des österreichischen Dramatikers, Schauspielers und Sängers Johann Nepomuk Nestroy , welche als Reaktion auf Wagners “Tannhäuser” 1857 in Wien uraufgeführt wurde. Die Premiere in der Leipziger Moritzbastei (von jeher kurz “MB”), vor einem “sehr vergnügtem Publikum” sei glänzend verlaufen, so Wolter, der sein Programm – zumindest in Auszügen – dem halleschen Publikum Ende Juni zum Sommerfest von “Wolter und Kollegen” auf dem Giebichenstein präsentieren wird. “Ab September gibt´s den Wagner für Anfänger dann auch im Hof des Neuen Theaters”, so Wolter, der kurz den Hintergrund zum Stück erklärt: “1845 brachte Wagner an der Dresdner Oper zum ersten Mal ,Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg´ heraus. Das Werk fand nur eine laue Aufnahme – im Gegensatz zu Nestroys ,Tannhäuser oder Die Prügelei auf der Wartburg´.” Daran habe sich bis heute nichts geändert. “Nestroy war eben Spezialist für Possen mit Gesang”, so Wolter, der den ironischen Kritiker als Schablone und Lupe verwendet, um sich selbst “von der Scheu und der Distanz zu heilen”, wie er erklärt. Wolter geht damit direkt, frech und voller Demut auf Strümpfen zu dem wuchtigen Komponisten und eröffnet damit den luftigen und lustigen Nebengang zur allgemeinen Vergötterung. “Unser musikalisches Schauspiel führt die Freunde, Neider und die Feinde der Musik von Wagner so nah wie nie an den Komponisten”, verspricht Wolter – nicht nur Wagner-Anfängern.”
MZ vom 22.05.2013


ufr von Bild Halle am 11. 5. 2013

ufr von Bild Halle am 11. 5. 2013